Jeder Rücken liebt Individualität

Welcher Rucksack am besten zu wem passt, ist vor allem von den Wünschen des Trägers abhängig. Unterschiede in der Ausstattung gibt es ebenso viele wie Farben. Am besten, man probiert sie gleich aus: Das hat das Magazin WANDERN.CH getan und acht Wochenendrucksäcke unter die Lupe genommen.

Rémy Kappeler

BACH Shield 38 Ocean Outdoor

Welcher Rucksack auf welchen Rücken passt, zeigt sich in der Praxis. Da der Einsatz im Freien aber meist nicht möglich ist, muss aufs Testtragen im Laden vertraut werden. Wichtig dabei ist, sich Zeit zu lassen und den Rucksack mit maximalem Packvolumen und -gewicht zu testen. Mit einer guten Beratung werden zudem schnell die Bedürfnisse und Wünsche an einen Rucksack klarer.

«Der Käufer spürt die Unterschiede selber am besten», erklärt Martin Wiesmann, Chef von Bach Backpacks. Dazu soll er den gesunden Menschenverstand walten lassen. Schliesslich gelten bei der Wahl zwei Hauptkriterien: Der Rucksack muss komfortabel sein und die Ausstattung wie Fächer, Schlaufen, Trinksystem und Regenhülle dem Träger dienlich sein. «Sehr vieles ist Geschmackssache, da soll der Kunde frei entscheiden», erklärt Wiesmann.

Ich packe in meinen Rucksack...

Die Outdoorbranche unterscheidet verschiedene Rucksackarten: Am meisten verkauft werden Wander-, Touren- und Trekkingrucksäcke. Erstere sind für Tagestouren gedacht und weisen ein Volumen von 20 bis 30 Litern auf. Tourenrucksäcke eignen sich für eine Hüttenwanderung, eine Wochenendunternehmung oder eine Familientour. Sie haben ein Volumen von 35 bis 50 Litern und sind ausgelegt, um 10 bis 15 Kilo zu tragen. Trekkingrucksäcke sind für die Wanderer, die einige Zeit aus dem Rucksack leben.

 

Gut gepolstert ist halb gewandert

Das Magazin WANDERN.CH hat sich auf Tourenrucksäcke fokussiert und besonderen Wert auf den Tragkomfort gelegt. Die Tragpolster der Rucksäcke sind entweder hart und vorgeformt oder weich. In vielen Fällen sind die Rucksäcke zur besseren Belüftung vom Rücken abgehoben, mit dem Nachteil, dass weniger Platz fürs Gepäck bleibt und das Packen durch den runden Rücken schwieriger wird. Die Belüftungssysteme weisen optisch oft grosse Unterschiede auf: Ihre Auswirkungen sind aber kleiner als vermutet. Vielmehr lohnt es sich, aufs Material zu achten: Nimmt dieses beim Aufstieg viel Schweiss auf, sind die Kleider nach dem Wechsel auf dem Gipfel schnell wieder nass. Während die harten Tragpolster Feuchtigkeit besser abweisen, sind die weichen angenehmer und leichter zu tragen. Je näher die Last mit den Riemen an den Körper gezogen wird, desto besser ist die Kontrolle. Der Hüftgurt verlegt das Gewicht auf die Hüfte. Die Beckenknochen vermögen mehr Gewicht zu tragen als die Schultern, mit einer Gurte entlasten sie Rücken und Oberkörper. Bei Tourenrucksäcken dient der Hüftgurt vor allem zur Fixierung des Rucksacks, das Gewicht spielt eine weniger grosse Rolle. Viel wichtiger ist, dass schwere Dinge beim Packen möglichst unten und nahe am Körper liegen.

Den Testbericht über acht Rucksäcke finden Sie im Magazin WANDERN.CH 1/2014 Alte Wege neu entdeckt. hier nachbestellen


www.wandern.ch/magazin