Im Winter sehen die Wanderer pink

Winterwanderwege erfreuen sich grosser Beliebtheit und sind zum festen Bestandteil von Tourismusdestinationen geworden. Entsprechend viel Aufwand betreiben diese für den Unterhalt der pink markierten Wege.

Rémy Kappeler

«Wenn es so richtig viel schneit, haben wir eine harte Zeit», sagte Patrik Emmenegger, Wanderwegverantwortlicher der Gemeinde Engelberg. Im tiefen Winter rücken er und seine zwei Kollegen aus, manchmal schon frühmorgens um vier Uhr. Mit dem Schneeräumen beginnen sie im Dorf, arbeiten sich hinaus aufs Land. Das muss zügig gehen: «Die Leute wollen loslaufen können, sobald die letzte Flocke gefallen ist», sagt der Obwaldner. Gleichzeitig wollten die Leute im Dorf aber nicht von den lauten Maschinen geweckt werden, was manchmal ziemlich schwierig zu erreichen sei.

Pinkige Stangen im Schnee

Wandern in der weissen Pracht

Pink markiert heisst für den Gast: Die Winterwanderwege haben eine präparierte Gehfläche, stellen keine besonderen Anforderungen an den Wanderer und führen nicht durch gefährliche Gebiete wie etwa lawinengefährdete Hänge. Pietro Cattaneo von den Schweizer Wanderwegen: «Gelb markierte Wanderwege dürfen bei günstigen Wetterbedingungen schon auch im Winter genutzt werden. Wir empfehlen aber, sich vor Ort zu erkundigen, ob der Weg begehbar ist.»

 

Gemeinden verantwortlich

Gelb markierte Wanderwege werden in der Schnee- und Eis-Zeit nicht präpariert.

Verantwortlich für die Winterwanderwege sind heute die Gemeinden, Tourismusorganisationen und Seilbahnbetriebe, welche die Winterwanderwege signalisieren und präparieren. Der Bundesrat will die Winterwanderwege dem Fuss- und Wanderweggesetz unterstellen. Die Kantone erhalten damit den Auftrag, einheitliche Regeln durchzusetzen. Wann diese Verantwortlichkeiten wechseln werden, ist noch nicht definitiv bekannt. Für Pietro Cattaneo ist aber jetzt schon klar, dass das Gesetz positive Auswirkungen haben wird: «Die Wegverläufe im Winter und im Sommer können besser aufeinander abgestimmt werden. Damit wird die Signalisation einfacher und für die Wanderer klarer.»

 

Den ganzen Artikel finden Sie im Magazin WANDERN.CH 6/2013 Winterwandern zu Hütten: hier nachbestellen

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