Aufgepasst bei rutschigen Stellen

Bergwandern führt leider jedes Jahr zu Unfällen, teilweise auch mit tödlichem Ausgang. Die meisten Unfälle passieren, weil die Wandernden ausrutschen, stolpern und stürzen. Bei nassen oder vereisten Stellen sowie auf Altschneefeldern ist das Ausrutsch- und Absturzrisiko erhöht.

Schweizer Wanderwege

Bild: Rémy Kappeler

Passen Sie auf bei rutschigen Stellen

Bei Nässe, Schnee oder Eis können die Wege, insbesondere Steine, Flechten, Holzbalken, Wurzeln usw. viel rutschiger sein.

Wichtig ist deshalb:

  • sich über Wetter und Wegverhältnisse zu informieren
  • feste Wanderschuhe mit Profilsohle zu tragen
  • sich zu konzentrieren und auf den Weg schauen
  • sich nicht durch Gespräche ablenken zu lassen
  • die Füsse sicher und bewusst aufzusetzen
  • nicht zu schnell zu gehen
  • nicht zu grosse Schritte zu machen
  • sich festzuhalten, wenn ein Geländer, Seil, eine Kette o. Ä. vorhanden ist
  • umzukehren oder eine allfällig im Vorfeld geplante Alternativroute zu wählen, wenn man sich bei einer rutschigen Stelle unsicher fühlt

Vermeiden Sie vereiste Passagen und Altschneefelder

Altschneefelder können oft bis in den Sommer hinein Bergwanderwege überdecken. Wenn sie hart gefroren sind, kann ein Abrutschen kaum gebremst werden und tödlich enden. Im Herbst sind viele Wege in Schattenlagen den ganzen Tag über vereist.

Wichtig ist deshalb:

  • sich zu erkundigen, ob die geplante Wanderung frei von Eis und Altschnee ist, sonst besser eine andere Route wählen
  • feste Wanderschuhe mit Profilsohle zu tragen
  • evtl. entsprechende Ausrüstung mitzuführen (Pickel, Steigeisen, Schuhkrallen)
  • harte steile Altschneefelder nach Möglichkeit zu vermeiden, zu umgehen oder ohne entsprechende Ausrüstung besser umzukehren

Gut vorbereitet

Der Bergwander-Check PEAK empfiehlt Bergwandernden, ihre Route sorgfältig zu planen und dabei Anforderungen, Zeitbedarf sowie Ausweichmöglichkeiten zu berücksichtigen. Wichtig ist zudem eine realistische Einschätzung der eigenen Trittsicherheit und Kondition – sowie jene der Mitwandernden. PEAK steht für Planung, Einschätzung, Ausrüstung und Kontrolle.

zum Bergwander-Check PEAK

Die Kampagne

Die Kampagne «Bergwandern – aber sicher» wurde 2013 lanciert und war ursprünglich auf drei Jahre angelegt. Dank der SWICA Gesundheitsorganisation, die seit dem letzten Jahr als Hauptsponsorin auftritt, konnte sie um weitere drei Jahre verlängert werden. Kampagnenträger sind die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, die Schweizer Wanderwege und die Seilbahnen Schweiz. Mit der gemeinsamen Kampagne «Bergwandern – aber sicher» erhalten Wandernde wertvolle Tipps, damit Wandern in den Bergen das bleibt, was es sein soll: eine schöne und gesunde Erfahrung in der Natur.

Nachdem 2016 der Fokus auf die Absturzgefahr bei exponierten Stellen gesetzt worden war, thematisiert die Kampagne in diesem Jahr die Gefahren bei rutschigen Stellen. Bei vereisten Passagen oder Altschneefeldern ist erhöhte Vorsicht geboten. Ein Ausrutschen kann unter Umständen nicht gebremst werden und tödlich enden. Die Empfehlung lautet, sich vorher zu erkundigen, ob auf dem geplanten Weg Schneefelder oder vereiste Passagen zu erwarten sind. Im Zweifelsfall besser verzichten und eine andere Route wählen.

Am 22. Juni 2017 ist offizieller Kampagnenstart. Die Kommunikationsaktivitäten umfassen einen Plakataushang in Bergregionen, Passenger-TV im öffentlichen Verkehr, Online-Werbung auf wanderaffinen Plattformen, Flyer und Energieriegel, die durch die Bergbahnen an Wandernde abgegeben werden; www.sicher-bergwandern.ch bietet vertiefende Informationen und viele Tipps. Auch in diesem Jahr gibt es einen attraktiven Wettbewerb. Tolle Preise im Wert von über 30 000 Franken sind zu gewinnen. Wer beim «Safety Quiz» mitmacht, erfährt Interessantes über das persönliche Risikoverhalten beim Wandern.